Frei durch Selbstdisziplin

Am Sonntagabend ist es wieder so weit: Du nimmst du dir fest vor „Diese Woche wird alles anders.“ Du wirst früher aufstehen, dich bewegen, an deinem Projekt arbeiten, weniger am Handy hängen. Nach diesen Vorsätzen gehst du mit einem guten Gefühl ins Bett.

Und dann kommt der Montag. Und der Dienstag. Und der Mittwoch. Die Laufschuhe stehen immer noch unbenutzt im Flur. Das Projekt liegt da, wo es letzte Woche lag. Und du liegst um Mitternacht wach und scrollst, obwohl du längst schlafen wolltest.

Das Schlimmste daran ist nicht das verpasste Vorhaben. Es ist dieses ungute Gefühl, dich selbst wieder enttäuscht und versagt zu haben. Und der vorwurfsvolle Satz dahinter lautet: „Ich bin einfach zu undiszipliniert.

Glaubst du etwa, den anderen sei „Disziplin“ einfach in die Wiege gelegt worden, nur dir selbst nicht?

Weit gefehlt !! Selbstdisziplin ist nämlich wie ein Muskel, der eingesetzt werden möchte. Allerdings sitzt er nicht in den Armen oder Beinen, sondern in dir: in deiner Fähigkeit, bei dem zu bleiben, was du dir vorgenommen hast. Wenn du ihn nicht nutzt, wird er schwach oder schwindet sogar. Wenn du ihn trainierst, wächst er, Woche für Woche.

Und wie im Fitness-Studio beginnst du nicht mit hundert Kilo, sondern mit dem Gewicht, das du heute schon stemmen kannst. Für dich ist das vielleicht der Vorsatz, nur noch ein Stück Schokolade am Tag zu essen statt zwei. Wenn die ganze Tafel bisher zu deinem Tag gehörte, fängst du eben mit der halben an.

Niemand außer dir bestimmt, mit welchem Gewicht du startest.

Von da aus steigerst du dich in kleinen Schritten, immer nah an deiner Grenze, aber nie darüber hinaus. So lange, bis das, was dir heute noch schwerfällt, fast mühelos gelingt.

Und genau darin liegt deine Freiheit. Denn Selbstdisziplin bedeutet nicht, dass dir irgendjemand von außen vorschreibt, was du zu tun hast. Sie heißt, dass du es dir sagst. Dass dein eigenes Wort wieder zählt. Weder deine Stimmung noch der nächste Impuls, sondern die Entscheidung, die du getroffen hast.


  • hinderliche Glaubenssätze so zu lösen, dass sich Disziplin nicht länger wie ein Kampf gegen dich selbst anfühlt
  • in deinem inneren Raum der Selbstdisziplin, damit die Kraft der Selbstdisziplin wieder wirken kann
  • dem, was dir wichtig ist, so viel Bedeutung zu verleihen, dass du es wie von selbst umsetzt
  • dich mit deinem inneren Antrieb zu verbinden und ihn für dich zu nutzen.

Kein moralischer Zeigefinger, kein „Du musst nur wollen“, sondern ein klarer, alltagstauglicher Weg, dich Schritt für Schritt stärker zu machen und dabei zu spüren, wie dein Selbstvertrauen mitwächst.


Stell dir vor, wie sich das anfühlt: Du gehst voller Stolz an deinen Laufschuhen vorbei und schläfst zufrieden mit dir selbst ein, denn du kannst dich auf dich selbst verlassen, statt dich zu enttäuschen und du hast deinen Tag „gelebt“, statt ihn zu verpassen.

Und irgendwann kostet dich das, was dir heute noch schwerfällt, kaum mehr ein Achselzucken. Weil du gewachsen bist. Weil keine Herausforderung mehr unmöglich scheint.

Das ist es, was du mit nach Hause nimmst:


Aktivus Rüdiger Mons. Praxis für Physiotherapie & Sportphysiotherapie, Im Eichwald 1, 65599 Dornburg-Frickhofen.

Sonntag: 10 bis 18 Uhr