Das Abenteuer „Leben“

Ich frage mich in letzter Zeit häufiger, was in meinem Leben wirklich wichtig ist. Welche Gelegenheiten habe ich verpasst und welche gilt es noch nachzuholen?

Du kennst sicher auch die Weisheit, die besagt, dass wir am Ende unseres Lebens eher die Dinge bedauern, die wir nicht getan haben, als die, die wir getan haben.

Wenn du also, so wie ich, schon jenseits der 50 bist, beginnst du vielleicht auch mit solchen Überlegungen. Und wenn du noch jung bist, dann gibt dir der Newsletter vielleicht den Impuls, die Gelegenheiten, die sich dir bieten, nicht aus Angst, Unentschlossenheit oder Trägheit zu verpassen.

Zum Glück gibt es ja in dir die kleine, mutige Stimme, die dir bei all deinem Zögern und Zaudern zuflüstert: „Du wirst es nie wissen, wenn du es nicht versuchst.“ Mit diesen Worten ermutigt dich die Stimme, etwas zu wagen, anstatt dich zurückzuhalten. Sie erinnert dich daran, dass du nur durch Erfahrung etwas über diese Welt und dich selbst lernst. Selbst wenn du das Ergebnis bedauerst, hast du etwas gelernt, und das neu gewonnene Wissen ist es fast immer wert.  

Diese Weisheit lässt sich auf große und kleine Situationen anwenden. Von der Überquerung des Atlantiks auf einem Schiff bis zum Probieren äthiopischen Essens gibt es nur einen Weg, um herauszufinden, wie es ist. Wir alle haben schon Erfahrungen gemacht, bei denen wir etwas ausprobiert haben, von dem wir nicht dachten, dass es uns gefallen würde, und plötzlich haben wir uns darin verliebt. Vielleicht hatten wir nichts zu lesen als ein „langweiliges“ Buch, nur um dann eine lebenslange Leidenschaft für viktorianische Literatur zu entwickeln. Wir haben vielleicht beschlossen, dass Segeln nichts für uns ist, bis wir uns in jemanden mit einem Boot verliebt haben. Andererseits probieren wir vielleicht Tofu, nur um zu erfahren, dass es wirklich nichts für uns ist. In diesem Fall gewinnen wir durch die Erfahrung mehr Selbsterkenntnis. Und trotzdem bleiben wir vielleicht offen dafür, ihn auf eine andere Art zubereitet zu probieren. Die richtige Marinade könnte dich umstimmen – du wirst es aber nie wissen, wenn du es nicht probierst. 

Möge dir die Übung helfen, das zu finden, was momentan wichtig für dich ist und was du auf keinen Fall verpassen solltest.

Übung

Schließe deine Augen und frage dich selbst:
Was möchtest du in deinem Leben noch ausprobieren?
Was möchtest du noch entdecken?
Lass deine Fantasie schweifen. Setze ihr keine Grenzen.
Es darf so verrückt oder auch so normal wie möglich sein.
Was möchtest du noch wagen?

Hier ein paar Hilfestellungen:

1. Hat es mit deinem Beruf zu tun? Mit einem bestimmten Bereich deines Berufes? Weiterbildung? Berufswechsel?

2. Hat es mit dem privaten Bereich zu tun? Mit einem Hobby?

3. Hat es mit einer sportlichen Aktivität zu tun? Einzelsport?Mannschaftssport?

4. Hat es mit einer künstlerischen Aktivität zu tun? Mit Malen? Zeichnen? Musizieren? Schreiben? Töpfern? Bildhauerei? Schnitzen? Nähen? Basteln?

5. Hat es mit dem Thema Reisen zu tun? Geht es um ein bestimmtes Land? Um eine bestimmte Zeitdauer? Allein? Mit anderen?

6. Hat es mit etwas zu tun, das du lernen möchtest? Im Selbstunterricht? Mit einem Lehrer?

7. Hat es mit anderen Personen zu tun? Hat es mit einer bestimmten Person zu tun? Oder mit vielen Personen? Mit einer Personengruppe?

Wenn du es gefunden hast, dann lass dich ganz darauf ein.
Stell es dir so genau wie möglich vor.
Und merke, was es in dir auslöst.
Kannst du erkennen, warum du es bisher noch nicht getan hast?

Und nun triff eine Entscheidung:
„Bevor mein Leben endet, möchte ich dieses etwas noch ausprobieren. Ganz egal wie groß meine Ängste oder Zweifel sind.
Ich werde es wagen.“

Setze dir nun auch ein zeitliches Limit.
Bis wann willst du es getan haben?

Schreibe dir all dies auf und lege es dir so hin,
dass du es täglich lesen kannst.
Erinnere dich daran, dass du nie wissen wirst, was du verpasst hast,
wenn du es nicht tust.
Entschließe dich jetzt, keine Gelegenheiten mehr zu verpassen.


Grundlos glücklich

Brauchst du auch einen Grund, um glücklich zu sein? Und hast du schon gemerkt, dass die Erfüllung eines Wunsches dich immer nur sehr kurzfristig glücklich macht?

Wenn ein Wunsch erfüllt ist, schreibt das Ego das daraus entstandene Gefühl von Freude dem Erreichen von etwas Äußerlichem zu. Diese irrige Vorstellung, dass die Quelle des Glücks außerhalb von uns selbst liege und deshalb auch im Außen aufgesucht oder erlangt werden müsse, ist eine der Ursachen von Sucht. Die Wichtigkeit des gewünschten Objektes wird dadurch aufgebläht und überbewertet.

Um die endlose Aufeinanderfolge von Wollen und Begehren aufzulösen, ist es nützlich, folgende Frage zu stellen: „Und was dann?“

Wenn ich mir z.B. eine bessere Arbeitsstelle, mehr Geld, einen anderen Partner etc. wünsche, wird die Antwort lauten: „Dann werde ich glücklich sein.“

Dies ist allerdings eine Illusion. Wenn wir mit den gegebenen jetzigen Umständen nicht glücklich sind, besteht eine große Wahrscheinlichkeit, dass das Glück sich auch dann nicht einstellt, wenn die Bedingungen sich entsprechend verändern. Und das wird so bleiben, bis wir die Fähigkeit erlangen, die wahre Quelle des Glücks in uns selbst zu finden.

Erst dann sind wir zufrieden und glücklich ohne äußeren Anlass. Die Erkenntnis, nichts zu brauchen, um glücklich zu sein, noch nicht einmal äußere Stimulanzien, wie Fernsehen, Musik, Gespräche oder die Anwesenheit anderer Menschen und Aktivitäten, macht uns unabhängig vom Außen und bringt uns tiefe Freude.

Auf einer fortgeschrittenen Ebene können wir lernen, dass sogar das Vergnügen von mentaler Aktivität und Gedanken weggelassen werden kann und das Gewahrsein von Existenz selbst ausreicht. Dieses Gewahrsein lässt unser Selbst auftauchen, das uns in einen tiefen Zustand des Glücklichseins bringt.

Das geschieht auch, wenn das Ego durch die Erfüllung eines Wunsches kurzfristig schweigt und dadurch das Selbst die Möglichkeit bekommt, sich zu zeigen. Glücksgefühle entstehen also nicht durch etwas, das ich bekomme, sondern durch die Verbindung mit dem Selbst.

Möge dir die Übung helfen, bewusst mit deinem Selbst in Verbindung zu treten.


Übung

Nimm eine bequeme Haltung ein. Schließ deine Augen, atme ein paar Mal tief ein und aus und lass dabei soviel Anspannung
wie jetzt möglich gehen.

Spüre deinen Körper. Registriere, wie es ihm geht. Nimm Schmerz, Druck, Anspannung, Hitze, Kälte, Jucken, Kribbeln, Entspannung usw. wahr, ohne diese zu bewerten. Nimm jedes körperliche Gefühl wahr
und erkenne es an, so wie es ist.

Denke jetzt an etwas, das du gerne haben möchtest. Beginne, deinen Wunsch möglichst genau zu visualisieren. Stell dir vor, wie es wäre, dieses Etwas zu bekommen. Stell dir vor, wie du dich dabei fühlst. Wie das Erfüllen deines Wunsches dich freudig stimmt.

Geh ganz in dieser Vorstellung auf, und zwar so lange,
wie du das Etwas in deiner Vorstellung festhalten kannst.
Freue dich daran.

Geniesse es so wie ein Kind, das sich in einem Wachtraum ausmalt,
was es zu seinem Geburtstag haben möchte.
Nimm die Freude und das Wohlgefühl wahr,
das sich durch die Erfüllung des Wunsches in dir einstellen.

Sage dir nun bewusst:

„Die Freude, die ich empfinde, hat nichts mit diesem Etwas zu tun, sondern nur mit dem Schweigen des Egos.
Jedesmal, wenn das Ego schweigt,
kann ich mir meines göttlichen Selbst gewahr werden.
Und nur dies erzeugt das Glücksgefühl.“

Nun konzentriere dich auf das Gefühl der Freude und des Glücks unabhängig von dem Etwas und nimm es körperlich wahr.
Lass es sich in dir ausbreiten.
Spüre, wie sich dein Körper jetzt anfühlt und vergleiche dieses Gefühl
mit der anfänglichen Körperwahrnehmung.

Komm dann in deiner eigenen Geschwindigkeit
wieder zurück ins Hier und Jetzt.


Innere Freiheit

Wie frei fühlst du dich eigentlich im Moment? Und wie sehr hängt dein Gefühl von Freiheit von den äußeren Umständen ab?

Ich finde es sehr schwer, mich frei zu fühlen, wenn das Außen mich einengt. Aber zum Glück ist genau das der Ausweg aus allen äußeren Einschränkungen: mein Gefühl von Freiheit. Dieses Gefühl von innerer Freiheit kann mir nämlich niemand nehmen, denn ich trage es in mir und kann mich immer wieder dafür entscheiden.

Wichtig ist allerdings, dass ich einen Zugang zu dieser inneren Freiheit besitze und ihn freilege, falls er verschüttet wurde durch ungute oder gar traumatische Erfahrungen.

Möge dir die folgende Meditation helfen, deinen Raum der inneren Freiheit kennen zu lernen und ihn so zu verändern, dass er dir ein Gefühl von Freiheit geben kann.

Die Meditation stammt aus einem Seminar, dass ich im April 2018 gegeben habe und deshalb sprechen alle Teilnehmer am Ende gemeinsam ein paar Sätze. Wundere dich also nicht und sprich einfach mit. 🙂


Dinge, die wir nicht tun wollen

Geht es dir auch so? Immer wieder sind da diese Dinge, die du nicht tun willst, die du immer wieder aufschiebst, vor denen du meist sogar Angst hast.

Diese Dinge oder Aufgaben sind offensichtlich so unangenehm, dass wir enorm viel Energie aufwenden, um sie von uns fern zu halten und ihnen auszuweichen. Das Aufschieben schafft aber nur Hindernisse für uns, ganz egal ob wir etwas vermeiden, weil es uns Angst macht, es uns langweilt oder weil wir keine Veränderung wollen.

Sich einer Aufgabe zu stellen, egal wie lästig sie ist, bringt dagegen Bewegung in unser Leben und lässt uns aufatmen. Die Erleichterung ist sofort spürbar, wenn wir etwas getan haben, obwohl es schwer war oder wir es nicht tun wollten. Wir gehen mit einem neuen Gefühl von Selbstvertrauen und Stärke daraus hervor. Danach fragen wir uns oft, weshalb wir eigentlich so sehr in Widerstand waren oder warum es so lange gedauert hat.

Wenn wir uns aber an unsere Bequemlichkeiten, Gewohnheiten oder Sicherheiten klammern und uns nie mit den Dingen befassen, denen wir uns nicht stellen wollen, schneiden wir uns selbst vom Lebensfluss und Lebensweg ab. Das kann mit folgenden Symptomen einhergehen: permanente Erschöpfung, Gelenk- oder Kopfschmerzen, Leberprobleme, Muskelkrämpfe, schwindendes Selbstvertrauen, Opferhaltung.

Wir alle haben mindestens eine Sache in unserem Leben, die nie erledigt zu werden scheint. Diese Aufgabe an die Spitze der To-Do-Liste zu setzen und uns zu versprechen, dass wir sie so schnell wie möglich erledigen werden, ist ein Akt, der enorm viel Energie in unserem Leben freisetzen kann. Und um dafür motivierter zu sein, können wir direkt in die Gefühle von Hochstimmung und Zuversicht gehen, die durch das Erledigen der Aufgabe entstehen werden.

„Ich bin bereit, alles zu tun, was mir und meinem Lebensweg entspricht.“
„Ich lasse meine Widerstände los und folge dem Weg meiner Seele.“

Und nun ist es an dir: Welche Aufgabe, welches „Ding“ schiebst du vor dir her? Was möchte dringend erledigt werden? Je länger du es schon vor dir hergeschoben hast, um so mehr Ballast hat dieses unerledigte Ding schon in dir aufgebaut. Es wird also Zeit, ihn abzuwerfen. Dabei spielt es keine Rolle, ob die Aufgabe banal oder tiefgründig ist. Wenn das Erledigen dieser Aufgabe wichtig ist, wird sie immer wieder auftauchen.

Mache dir also bewusst – und frage dazu auch gerne deine innere Stimme oder dein Bauchgefühl –, welche Aufgabe du endlich angehen möchtest und begib dich dann in die positiven Gefühle, die entstehen, wenn du die Aufgabe erledigt hast. Das wird dir helfen, sie auch wirklich anzupacken. Folge den Schritten:

SCHRITTE

1. Schreibe die Aufgabe auf ein Blatt Papier und platziere sie an einer Stelle, die du nicht übersehen kannst.

2. Schreibe darunter die Schritte, die als nächstes anstehen, um die Aufgabe zu erfüllen. Nummeriere dabei die Schritte. Schreibe wirklich alle Schritte auf, auch die ganz kleinen.

3. Begib dich in Kontakt mit deiner inneren Stimme, deinem Bauchgefühl oder höre in dich hinein und bitte um klare Anweisungen, wann und mit welchem Schritt du mit dem Erledigen deiner Aufgabe beginnen sollst.

4. Folge den Anweisungen ohne zu zögern. Falls du direkt damit beginnen sollst, dann tu dies, auch wenn andere Dinge scheinbar wichtiger sind. Lass dich nicht von ihnen abbringen !!

5. Falls es bei der Aufgabe um ein größeres Projekt geht und du viele Schritte zu gehen hast, dann überprüfe jeden Tag aufs Neue, welche Schritte anstehen und folge den inneren Anweisungen.

Gutes Gelingen !!


Mein Freund, der Baum

Als ich letzten Samstag an einem Apfelbaum gelehnt habe, der mich zu sich gerufen hat, kam die Botschaft, dass ich in diesem Newsletter bitte über die Baumwesen sprechen soll. Ich folge dieser Bitte und bin gespannt, was ich schreiben soll:

Jeder Baum hat sein eigenes, ganz individuelles Wesen, das, so wie wir Menschen, einzigartig ist. Ein solches Baumwesen kann sich dir anbieten, um deine Energie zu verkörpern. Es kann dir dadurch zeigen, wie es dir gerade geht und dir helfen, dich wieder aufzurichten und in deine Kraft zu gelangen. Das Wesen eines Baumes kann dich auch begleiten, wenn du gar nicht bei dem Baum selbst bist. Es ist zwar mit dem Baum verbunden, solange dieser existiert, aber da es ein Energiewesen ist, kann es sich gleichzeitig frei in Zeit und Raum bewegen. „Dein“ Baumwesen kann ein treuer Begleiter über lange Zeit sein. Es schenkt dir Zuwendung, Erkenntnisse und oft auch Heilung. Auch du kannst ihm nährende Energie schenken, wenn du mit ihm Kontakt aufnimmst. Die Liebe der Baumwesen zu uns Menschen ist unfassbar groß.

Vor einer Woche nun ist mir mit „meinem“ Baum und seinem Baumwesen etwas sehr Besonderes passiert. Und diese Erfahrung möchte ich gerne mit dir teilen.

Möge dich meine kleine Erfahrungsgeschichte erfreuen, erstaunen und vielleicht auch berühren.


Freundschaft mit dem Jetzt

heute möchte ich mit einem Spruch von Charlie Chaplin beginnen, der mich sehr inspiriert hat, die gegenwärtige Situation mit anderen Augen zu betrachten:

„Ich glaube, dass alles, was außerhalb unserer Begriffsmöglichkeiten liegt, in anderen Dimensionen eine einfache Tatsache ist, und dass im Bereich des Unbekannten unendliche Kraft zum Guten liegt.“

Viele momentane Ereignisse übersteigen meine Begriffsmöglichkeiten und verleiten mich dazu, fassungslos und mit Empörung darauf zu reagieren, da ich mich verunsichert, verärgert und letztlich hilflos fühle.

Wenn ich aber davon ausgehe, dass in einer anderen, höheren Ebene oder Dimension das Unbegreifliche ganz einfach ist und genau dieses Unbegreifliche die Kraft zum Guten in sich trägt, dann hat das eine sehr beruhigende Wirkung auf mich.

Kaum hatte ich das geschrieben, da meldeten sich die Engel zu Wort:

„Und dies sind wir, die Elohim des Lichts, wir grüßen euch. Wisset, dass in allen Welten und Schöpfungen dieser Welten immer das Gute als Samen ange-legt ist. Wenn sich die Wesen von diesem Guten wegbewegen, entstehen Rei-bungen und Verwerfungen, so lange, bis die Grundordnung zum Guten wieder hergestellt ist. Der Same des Guten kann allerdings erst dann aufgehen, wenn die Umstände sich so geklärt haben, dass der Boden für das Wachstum des Guten bereitet ist. Dann werdet ihr staunen, wie sehr das Gute Früchte tragen und alles bisher Bekannte in die Dimension der Liebe gewandelt wird.

Daher fürchtet euch nicht. Nehmt an und bleibt verbunden mit den Wesen des Lichts und mit eurem eigenen Licht. Euer Verstand kann nicht erfassen, was gerade geschieht und das muss er auch nicht. Spürt eure eigene Begrenztheit in der Form eures Körpers und seid mit dieser Begrenztheit einverstanden. Erst dann öffnet sich euch die Weite des Seins, das Formlose, die größere Dimension und ihr seid frei von Angst.

Nehmt den gegenwärtigen Moment an und lasst euren Widerstand gegen das, was ist, los. Übt euch darin in eurem Alltag, jeden Tag aufs Neue. Eure Annahme schafft die Voraussetzung für euer Erwachen und eure Befreiung.

Das Gute wird diesmal wachsen dürfen. Heißt also alle Reibungen und Unwäg-barkeiten willkommen. Driftet nicht ab in eine unvorhersehbare Zukunft, sondern bleibt anwesend im Jetzt. Nur in der Gegenwart seid ihr handlungsfä-hig und mit dem Sein verbunden. Wir grüßen euch.“

Die Worte der Engel zeigen mir auf, wie wichtig es ist, ganz in der Annahme mit dem gegenwärtigen Moment zu sein. Und an dieser Stelle möchte ich Eckhart Tolle zitieren:

„Wenn du hasst, was du tust, dich über deine Umgebung beklagst, etwas verfluchst, was gerade geschieht oder früher einmal geschehen ist, oder wenn dein innerer Dialog aus Geboten und Verboten, Vorwürfen und Beschuldigun-gen besteht, lehnst du dich gegen das auf, was ist, gegen das, was immer schon der Fall ist. Dann machst du dir das Leben zum Feind, und das Leben sagt: „Du willst Krieg, also sollst du Krieg haben.“ Dann empfindest du die äußere Wirklichkeit, die dir immer deine innere Verfassung spiegelt, als feindselig.“

Unsere Haltung dem Jetzt und damit dem Leben gegenüber ist folglich entscheidend für unser Wohlbefinden. Es gilt also immer wieder zu überprüfen: Wie ist meine Haltung dem Jetzt gegenüber? Kann ich es so annehmen, wie es ist oder bin ich in Widerstand dagegen?

Die gute Nachricht lautet: Jedesmal, wenn uns unsere gestörte Beziehung zum Jetzt bewusst wird, haben wir schon den ersten Schritt aus dieser Störung hinaus getan. Dann können wir eine klare Entscheidung für das Jetzt treffen. Und dann gilt es, laut Eckhart Tolle, dem gegenwärtigen Augenblick:

„freundlich zu begegnen, ihn willkommen zu heißen, in welcher Verkleidung er auch erscheinen mag. Dann wirst du schon bald die Folgen sehen: Das Leben zeigt sich dir gewogen, die Umstände sind dir günstig, andere Menschen helfen dir. Eine einzige Entscheidung verändert deine Wirklichkeit von Grund auf. Aber diese eine Entscheidung muss immer wieder und immer wieder getroffen werden – bis es dir zur Natur geworden ist, so zu leben.“

Lasst uns also das Jetzt nicht mehr als Feind, Hindernis oder als Mittel zum Zweck betrachten, sondern als lebendigen Ausdruck des Seins, in das wir durch unser Einverständnis eintauchen.


Ja zum Leben

Herzlich willkommen im Neuen Jahr!

Endlich – denke ich ! Denn nach dem Tiroler Zahlenrad ändert sich jetzt die Energie von der 0 in 2020 auf die 1 in 2021. Diese 1 statt der 0  bringt uns aus der Energie des Stillstands in die Energie der Entschlossenheit. Yeah !! 

Aber wie nutze ich jetzt diese Energie der Entschlossenheit? Wie kann ich sie  gut in mir verankern, damit sie nicht in einen hitzigen Aktionismus entgleist? 

Ich brauche wohl erstmal eine Ausrichtung für diese Entschlossenheit. Wozu bin ich denn entschlossen? Da gibt es wohl für jeden von uns eine andere Antwort, aber das Gemeinsame, gerade des kommenden Jahres, ist die grundsätzliche Ausrichtung auf ein Leben im Sinne unseres inneren Seelenplans.

Um dem Seelenplan zu folgen, braucht es nach meiner Erfahrung erstmal ein grundsätzliches JA zum Leben. Und zwar trotz aller Einschränkungen wie wir sie im Moment erleben. Durch ein solches Ja ist bei mir immer wieder eine enorme Kraft freigesetzt worden, die mich stabil durch die Widrigkeiten des Lebens geführt hat.

Dieses JA zum Leben geht weit zurück. Mein erstes JA habe ich bei meiner Geburt mit meinem ersten Atemzug „gesagt“. Hätte ich nicht geatmet, dann wäre ich jetzt nicht hier. Das Leben hat mich empfangen. Mit allen leidvollen und schmerzhaften Erfahrungen, aber auch allen Möglichkeiten, mich selbst zu entfalten, Liebe zu spüren und tief berührt zu sein. Das JA hat meine Lungen gefüllt.

Und ist es nicht gerade momentan an der Zeit, die Lungen erneut mit diesem JA zu füllen, um sie mehr denn je zu stärken für alle Herausforderungen?

Bist du also bereit zu einem erneuten JA? Allerdings muss es freiwillig erfolgen, damit es Kraft hat. Denn dieses neue JA wirkt enorm motivierend, da es um all deine leidvollen Erfahrungen weiß und das Leben dennoch – trotz allem – bejaht.

Und das Schöne ist: Wenn du JA zum Leben sagst, sagst du auch JA zur Liebe, denn die Liebe ist Leben. Du lädst die Liebe also mit deinem JA zu dir ein. Was für eine grandiose Möglichkeit !!

Möge die Meditation dir helfen, dein ursprüngliches JA zum Leben zu erneuern und so die Entschlossenheit des Neuen Jahres für deine Entfaltung zu nutzen.


Kannst du dein Glück beeinflussen?

Spannende Frage, oder? Aber bevor du antwortest, hier noch ein paar weitere Fragen: Worauf beruht denn das Glück? Braucht es überhaupt einen Grund für das Glück? Oder kannst du auch grundlos glücklich sein?

Nach meiner Erfahrung beruht Glück auf der Verbindung mit dem Sein, der Präsenz, der Stille. Und so braucht es auch keinen Grund, um glücklich zu sein, denn beim wahren Glück geht es nicht um das Erreichen eines Ergebnisses, sondern um das Mit-Schwingen mit dem, was gerade ist. Aber wie komme ich in dieses Mit-Schwingen?

Mir selbst gelingt das durch Annahme, Herzöffnung und bewusstes Denken.

Vor allem das Denken spielt bei der Erfahrung von Glück eine sehr wichtige Rolle. Es reicht ein einziger urteilender Gedanke, um mich aus einer angenehmen Stimmung heraus zu bringen. Ich habe festgestellt, dass mich nichts so sehr beeinflussen kann wie Gedanken, die dann zu Gefühlen und Handlungen werden. Aber was kann ich dagegen tun?

Meine Gedanken bewusst wahrnehmen; beobachten, was ich denke und es in Frage stellen. In diesem Fall ist ein gesunder Zweifel sehr willkommen.

Wenn ich dann auch noch alle Aufmerksamkeit nach innen ziehe und mein Herz in Dankbarkeit für das, was gerade ist, öffne, dann kann ich fühlen oder wissen, ob mein Denken stimmig ist oder nicht.

Nehme ich meine Gedanken aber nicht bewusst wahr, können sie ein Eigenleben entwickeln, das sich wie ein eigenes Wesen aufbaut und alle Energie an sich reißt. Gedankengebilde, die auf den Prägungen aus der Kindheit beruhen, sind dabei besonders gefährlich. Bestehen sie aus negativen Glaubenssätzen, dann können sie mir suggerieren, dass ich ungenügend, nicht liebenswert oder sogar wertlos bin. Wenn dann noch angstvolle Gedanken hinzukommen, bin ich sehr leicht zu beeeinflussen.

Solange wir also unsere eigenen wie auch die äußeren Suggestionen nicht hinterfragen, können sie ihr Unwesen mit uns treiben und uns immer wieder glückliche Momente vermiesen.

Und so möchte ich die Frage vom Anfang mit JA beantworten: Ja, ich kann mein Glück beeinflussen, wenn ich mein Denken bewusster wahrnehme und dem Wesen, das sich aus meinen negativen Glaubenssätzen und Erwartungshaltungen gebildet hat, klar und bestimmt Einhalt gebiete. Dies gilt es immer und immer wieder zu tun – bis das Wesen seine Kraft verliert.

Lass uns also in dieser Adventszeit sehr aufmerksam sein. Lass uns unsere eigenen negativen Gedanken wie auch alle Suggestionen, die von außen auf uns einwirken, wahrnehmen, um sie dann in ihre Schranken zu weisen. Lass uns immer wieder still werden, den Fokus auf unser Herz richten, es in Dankbarkeit öffnen und ein Gefühl für die Stimmigkeit dessen entwickeln, was in und um uns geschieht.

Möge das Video, das ich vor zwei Jahren gedreht habe, aber erst jetzt veröffentlichen sollte (!), dir hilfreiche Denkanstöße zum Thema „Beeinflussung“ und „Suggestion“ geben.


Liebe wirkt Wunder

In ver-rückten Zeiten sollten wir zusammen-rücken, damit sich alles wieder zurecht-rücken kann. Lasst uns also die Energie der Liebe ausbreiten. Denn sie ist die Energie, die uns in jeder Situation auffängt und trägt.

Das Wundervolle an der Energie der Liebe ist, dass sie nichts fordert, sondern alle Widerstände umhüllt, ohne sie auflösen zu müssen. Die Liebe ist. Sie nimmt die Widerstände so an, wie sie sind. Sie umsorgt sie, ohne übergriffig zu sein. Sie bietet ihre Energie an, ohne Druck, ohne Forderung. Sie ist sanft und klar gleichzeitig. Sie gibt dir die Unterstützung, die du gerade brauchst: eine Stütze, einen Halt, eine Anerkennung, einen Trost, ein hilfreiches Wort, eine Geste, vielleicht auch eine Wärmflasche oder warme Decke. Die Liebe kann sanft und zart oder kraftvoll und stark sein.

Egal mit welcher Energie sie dir begegnet, sie berührt dich. Sie berührt die Schwingung der Liebe in dir. Sie berührt das, was in dir Liebe ist. Sie berührt dein Herz.

Und was für Erfahrungen du auch immer gemacht hast, ob schlimme und dramatische Erfahrungen, die dich unversöhnlich stimmen, ob schmerzhafte und leidvolle Erfahrungen, die du nicht loslassen willst, die Liebe kann sie heilen. So entscheide dich trotzdem, trotz all dem für die Liebe, denn sie ist die Kraft, die Wunder wirkt.

Möge die folgende Meditation dir helfen, die Liebe einzuladen und ihre heilende und Wunder wirkende Kraft zu erfahren.


Stabil in Übergangszeiten

Wir befinden uns in einer enorm bewegten Zeit des Überganges von altbekannten, aber überholten Strukturen in neue, lichtvolle, aber noch unbekannte Dimensionen. Dieser Dimensionswechsel bringt viele Probleme mit sich. Einerseits fühlen wir uns beflügelt und hoffnungsvoll, weil etwas Neues und Lichtvolles auf uns zukommt, andererseits geraten wir in Angst, Ungeduld und Starre, weil das lichtvolle Neue sich viel Zeit lässt und zunächst mehr Ungewissheit als Gewissheit mit sich bringt. Um so wichtiger ist es, in diesen Zeiten der Wandlung unseren inneren Halt zu festigen.

Die folgende Körper-Übung soll dir helfen, deine innere Standfestigkeit und Sicherheit zu stärken, damit du den schwankenden Energien des Übergangs stabil begegnen kannst. Am besten machst du sie einmal täglich.

KÖRPERÜBUNG

  1. Stell dich schulterbreit auf und spüre deutlich deine Füsse in Verbindung mit dem Boden, mit der Erde. … Bemerke wie du stehst. Hast du einen festen Stand? Oder fühlst du dich eher instabil? … Beobachte dann, wie deine Körperhaltung ist. Stehst du aufrecht und standfest? Oder eher gebeugt, zusammengesunken oder schwach?
  2. Stell dir jetzt bitte vor, dass ein Umhang um deine Schultern liegt, der an einem deiner Finger befestigt ist.
  3. Hebe nun ganz langsam deine Arme zu den Seiten bis auf Schulterhöhe. Ganz, ganz langsam. Du bewegst die Arme gegen die Schwerkraft. Die Handflächen zeigen nach unten zur Erde. Stell dir dabei vor, dass sich der Umhang, der dich umgibt, öffnet, so wie zwei Flügel an deinen Armen. Wenn du auf Schulterhöhe angekommen bist, dann atme einmal tief ein und aus.
  4. Dreh nun deine Handflächen nach oben. Bewege deine Arme ganz langsam nach oben, so dass sich deine Finger über deinem Kopf berühren. Atme tief ein uns aus. Senke die Arme danach wieder langsam bis auf Schulterhöhe ab. Atme wieder tief ein und aus.
  5. Dreh deine Handflächen nach unten und lass die Arme weiter langsam nach unten sinken. Wiederhole die gesamte Bewegung noch viermal und lass die Arme dann wieder neben deinem Körper hängen.
  6. Spüre nach: Wie ist dein Stand jetzt? Und wie deine Haltung?